materia prima
 

"materia prima" – das jüngste Projekt des Künstlerduos merkelbach//spahn. Nach dem erfolgreichen Projekt BRENNNEN (seit 2002) und dem international beachteten Projekt TAUCHEN (seit 2000) ist dies die konsequente Weiterentwicklung. "materia prima" ist konzertante Situation mit Videokunst und Raumprojektion. Anhand von 12 Bildern wird die in die Moderne übertragene alchemistische Suche nach dem Stein der Weisen, dem Lapis Philosophorum, erzählt. Ausgangsmaterial für diese Reise ist das Ursprungsmaterial, die materia prima. 

 
Dark Sun
„Erstlich setzen wir zusammen, danach faulen wir aus, das Ausgefaulte lösen wir auf, das Geteilte reinigen wir, das Gereinigte vereinigen wir und verfestigen es. Auf diese Weise wird aus Mann und Weib Eins“

(Büchlein vom Stein des Weisen, 1778)

 
Odoazvo
B-Flat, Berlin, 2007 Foto by Barbara Braun, Mutphoto

 

Das musikalische Konzept wurde von Michael Merkelbach entwickelt und wird live multiinstrumental umgesetzt. Bekannt u.a. als Musikalischer Leiter des Katja Riemann Oktetts, als Trompeter und Pianist bei Katharina Franck und Thomas D, reichen seine musikalischen Wurzeln bis in die klassische hindustanische Musik, die er als Schüler von Kamalesh Maitra studierte.

Sowohl Videos, als auch Dias, wurden von dem bildenden Künstler Wolfgang Spahn (einst Mitbegründer der VJ-Kunst in Berlin) produziert und werden im Raum live umgesetzt. Beteiligungen an der Biennale in Genua (2000) und der Biennale in Prag (2006) verschafften internationale Anerkennung. Besondere Aufmerksamkeit verdient, dass Wolfgang Spahn seine Dias einzeln, im Kleinbildformat, erarbeitet und malt.

 
Nackt und Faul

„Am schönsten ist es, wenn Merkelbach lange Töne auf der Trompete produziert und gleichzeitig die Wände wie das Gefieder eines Vogels aussehen. Ich gehe durch den Raum, der überall anders aussieht, und werde selbst zum Teil des Musters. … Es ist ein All-Over Gemälde, das ausgebreitet wird, eine Hommage an Jackson Pollock und gleichzeitig Hundertwasser? ... Der Zuschauer mag sich fallen lassen in diesen Rausch von Farben, Bildern und Klängen, umschlungene Pärchen tanzen in einer Ecke - stürmischer Schlussapplaus.“

(Julia Brodauf, Berliner Morgenpost 4. August 2002)

 
Koennyek
B-Flat, Berlin, 2007 Foto by Barbara Braun, Mutphoto

 

... und noch mehr:

  • die demoversion von "materia prima" als Flash - Video (400 Kbit/Sek)
  • die aktuelle Mappe als PDF
  • merkelbach // spahn auf My Space